Ulmen in der Elbaue bei Kunzwerda und Weßnig

 

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Abschrift: Artikel von http://www.hier-leben.de/newsdetails.asp?id=21380

"Kunz" verleiht Hoffnung

Kunzwerda (TZ/gt). Das interessierte vor allem die Kunzwerdaer und die Mitglieder des hiesigen "Elbaue-Bibervereins", aber nicht nur diese: Auch aus umliegenden Orten waren Zuschauer gekommen, die am vergangenen Sonnabendnachmittag der Pflanzung von drei "Torgauer Flatterulmen" in der Kunzwerdaer Elbaue beiwohnen wollten.

Das wohl Besondere daran: Die jungen Ulmen wurden in der unmittelbaren Nähe des "Dicken Kunz" gepflanzt - ein mächtiger Baum, der als Mutterbaum den Samen für die "Torgauer Flatterulme" spendete, die seit nunmehr 1998 in der Elbaue hier gepflanzt werden. Seitdem immerhin an die 200 Bäume, so Cordula Volkmer, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes Torgau-Oschatz. Eigens aus Hamburg angereist war vorgestern Dr. Gordon L. Mackenthun vom dortigen The Elm Office (Ulmen Büro).

Zum zweiten Mal wurde ein Baum zur "Ulme des Jahres" ernannt. Im Jahr 2005 ist es der "Dicke Kunz". "Bei den Ulmen geht es immer um Individuen. Die Ulmen haben ein Problem, nämlich eine Pilzerkrankung, die auch als Holländische Ulmenkrankheit bekannt ist. Zwischen den erkrankten Bäumen gibt es immer wieder Individuen, die dieser Krankheit trotzen, so auch der "Dicke Kunz" bei Kunzwerda, der uns damit Hoffnung gibt", so Dr. Mackenthun.

Die Aktion in der Kunzwerdaer Elbaue soll auch auf diese Individuen aufmerksam machen. Auf die Frage nach dem Alter des "Dicken Kunz" antwortete Dr. Mackenthun mit einer spontanen Schätzung vor Ort: Demnach könnte man mit etwa 200 Jahren plus/minus 50 rechnen. Im Anschluss an die Pflanzung in der Elbaue, bei der auch CDU-Landtagsabgeordneter Frank Kupfer zugegen war, wurde eine weitere "Torgauer Flatterulme" in der Kunzwerdaer Ortslage gepflanzt.

Hier liegt auch ein Stein mit aufgebrachter Tafel, die vorgestern eingeweiht wurde. Sie erinnert an die Pflanzung der vier "Torgauer Flatterulmen".
 

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