Idee

Textauszug aus dem Gründungsjahr 2003

Die Evangelische Kirchengemeinde Weßnig ist Eigentümer der Dorfkirche im Ortsteil Weßnig der Stadt Torgau im Landkreis Torgau-Oschatz, Bundesland Sachsen.

Was ist geplant ?

Das Kirchengebäude und die Freifläche wird als „Radfahrerkirche“ am Elbe-Radwanderweg Hamburg – Prag genutzt.

Warum ?

Die Kirche liegt direkt am Radwanderweg.
Von Süden kommend steht sie bei Kilometer 8,5 nach Belgern, in Gegenrichtung 7,5 km hinter Torgau. Der Radwanderweg ist ein von Touristen stark frequentiertes touristisches Kennzeichen der Region. Um dies noch attraktiver zu gestalten, bietet die Radfahrerkirche eine neue Möglichkeit, vor Ort Halt zu machen und im Ort, in der Region zu verweilen.

Wozu wird eingeladen ?

Die Kirche soll multifunktional genutzt werden. Neben dem Gebrauch als Gemeindekirche bietet
sie den Radfahrern verschiedene Angebote:
Der Innenraum soll als Ort für eine Ausstellung und für das Gebet, die Meditation, das Zur Ruhekommen gestaltet werden.

Ausstellung:

Dabei ist zum Einen an eine Erinnerung an die Geschichte der Aktion „Mobil ohne Auto“ der ehemaligen DDR -Umweltbewegung gedacht.
Und zum anderen an Denkanstöße, Installationen, Objekte zu den Themen:
Nachhaltigkeit, Umwelt und Langsamkeit u.a. gedacht.

Außengestaltung:

Das Umfeld der Kirche soll in das Konzept Radfahrerkirche einbezogen werden.
Die Umgestaltung der Wege und Anlagen nimmt die Ideen der Ausstellung auf.
Im Weiteren sind so z.B. die Sammlung von alten Grabsteinen und -kreuzen aus Sachsen Möglichkeiten Orts-und Territorialgeschichte mit der Gegenwart zu verbinden.

Wie kann eine Radfahrerkirche funktionieren ?

Die Kirche und die Freifläche (Kirchhof) werden in der Zeit vom 01.05.-30.09. d.J. frei und für alle zugänglich sein. Besichtigung und Andacht sind jederzeit möglich. Ergänzend dazu wird es regelmäßige Veranstaltungen in und an der Kirche geben. So ist an den jährlichen Radlergottesdienst zum Weltumwelttag (Anfang Juni), Sternfahrten der Aktion „Mobil ohne Auto“, Präsentation der Vereine vor Ort und Konzerte gedacht.
Damit wird die Radfahrerkirche zu einem Anfahrpunkt in der Region. Auch die anderen Gebäude und der Park des ehemaligen Gutes können in die Nutzung einbezogen werden.

Wer arbeitet an diesem Projekt ?

Die Evangelische Kirchengemeinde Weßnig ist Eigentümerin von Gebäude und Grundstück und ist Initiator der Radfahrerkirche. Daneben bezieht sie aber auch andere Gruppen und Organisationen in das Vorhaben ein.
Zunächst sind die Vereine der Gemeinde (Heimatverein Concordia Bennewitz, Elbaue-Biber Verein Kunzwerda, Sportverein Weßnig u.a.) Projektpartner.
Gemeinsam mit den Gewerbetreibenden, zumeist aus dem touristischen und gastronomischen Bereich (Gasthof Weßnig, Mehderitzsch, Bennewitz, Freibad und Campingplatz Mehderitzsch, Sächsische Elblandbrennerei Kunzwerda, Hofmolkerei Bennewitz, Fahrradhändler der Region u.a.) wird die Zusammenarbeit verabredet. Im Blick auf Kontakte zur „Radfahrer-Szene“ ist der ADFC
(Allgemeine Deutsche Fahrrad Club) Leipzig ein Kooperationspartner.
Alle Aktivitäten können in einem (noch zu gründenden) Förderverein zusammenlaufen, betreut und koordiniert werden, der auch die Verbindung zu kommunalen und staatlichen Stellen hält.

Wie wird die Radfahrerkirche bekannt ?

Zunächst steht für das Projekt ein Logo (analog dem der Autofahrerkirchen).
Am Radwanderweg weist es auf Weßnig hin. Weiterhin müssen Informationen an Verlage für Radwanderkarten, Radfahrer-Zeitschriften und Radtouren-Veranstalter gehen, die die Radfahrerkirche in ihre Publikationen aufnehmen.

Was ergibt sich wirtschaftlich für die Zukunft ?

Infolge der Radfahrerkirche werden längere Verweilzeiten von Touristen erwartet. Das führt zu Effekten, die auch wirtschaftlich relevant werden können, für die Partner in der Region (Übernachtungen, weitere Angebote im Freizeitbereich).
Im Blick auf die Radfahrerkirche ergeben sich langfristig Arbeitsmöglichkeiten: z.B. im Blick auf einen Steinmetzbetrieb, der im alten Gutshof untergebracht, restauratorische Arbeiten oder Neuanfertigungen erbringt.
Für die Pflege der Außenanlagen, Betreuung der Kirche mit der Ausstellung und Arbeiten im Marketing sind Mini-Jobs bzw. Honorarbeschäftigungen möglich.

Textauszug aus dem Gründungsjahr 2003